Busy building bees

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Philosophie in einer Galerie

Wie stellt man Philosophie in einer Galerie (oder in einem Museum) dar? Ich habe mich in meiner Galerie für Schautafeln entschieden, denke aber immer wieder über didaktische Verbesserungen nach. Da freut es mich zu sehen, dass es im Internet ein PDF-Dokument namens “eLogic Gallery” gibt, das meinem Ansatz verblüffend ähnelt.

Die eLogic Gallery ist nur auf ein Thema beschränkt, nämlich die Geschichte der Logik von Aristoteles bis Kant. Jeder Denker wird auf einer Seite vorgestellt, mit einer Abbildung und einem Zitat, das gegebenenfalls durch Erläuterungen ergänzt wird.

Für einen Überblick ist diese knappe Darstellungsweise naheliegend. Ich habe mich allerdings dafür entschieden, eine Beschreibung der Philosophie des jeweils Dargestellten zu formulieren (was übrigens auch eine Herausforderung ist und eine schöne Übung war), statt ein Zitat für ihn sprechen zu lassen. Dafür ergänzen aber markante Äußerungen in verschiedenen Formen – “Zettel”, Bücher, Grafitti etc. – das Umfeld der Schautafeln.

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Es ist immer schön zu sehen, dass sich eine Idee auch bei anderen bewährt. Einen kleinen Streifzug durch die Geschichte der Logik kann ich nur empfehlen.

Aus dem historischen Fotoalbum

Die Anfänge der Galerie für Philosophie reichen mittlerweile über 5 Jahre zurück. Ich habe mir mal wieder einige alte Schnappschüsse angesehen, die einerseits nostalgisch, andererseits aber auch zum Schmunzeln sind. Deshalb will ich sie hier noch mal im Überblick zusammenfassen.

Die frühesten Anfänge der Galerie regten sich auf Mainland, mitten in einer geradezu sprichwörtlichen Trash-Umgebung von rotierenden Riesenbannern und verwaisten Etablissements – durchaus philosophisch anregend.
Das erste Bild stammt von der Abbruchparty im Februar 2007, und zeigt Mitglieder des legendären Corecon Convention Centers.

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Am 19. Februar 2007 hatte ich mit der Galerie bereits den Standort auf der Künstler- und Podcaster-Sim SoHo bezogen, umgeben von wunderbar kreativen und schrägen Nachbarn.
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(Der junge Mann im türkisen Shirt bin ich.)

Am 20. März 2007 war die Galerie auf SoHo voll in Betrieb, genauso unvollständig und provisorisch, wie sie es seitdem eigentlich immer gewesen ist. A work in progress. Das ist Teil der Philosophie. Im Bild sieht man sie eingerahmt auf der rechten Seite von einem Gothic Schloss und links vom Uhrenturm von Crap Mariner.

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Kurze Zeit später zog die Galerie dann um auf die Sim-Ecke ganz links im Bild. Wenn ich davon ein Bild finde, werde ich es in diesem Post ergänzen.

LyriKunst im KrümelKram

Gestern war wieder eines dieser Events, die Second Life so großartig machen: die neue Galerie am Kafe KrümelKram wurde eröffnet. Aus diesem Anlass haben zunächst ChapTer Kronfeld, Stefan Enke, Kamur Rumakansy und Zauselina Rieko Gedichte und Geschichten aus eigener Feder vorgelesen.
Sodann schritt man zur Vernissage der Ausstellung. Drei Künstler zeigen Ihre neuesten Werke auf zwei Ebenen. Pol Jarvinen, Nummero5 und Samina Mortensen gehören zu den SL-Künstlern, die mit ihren Objekten und Installationen zu neuen Möglichkeiten der Wahrnehmung anregen. Man kann gedanklich und in 3D in die Objekte eintauchen und damit einen spielerischen Zugang zur Immersion erfahren.

Die Ausstellung ist mehr als einen Besuch wert. Mich wird es sicher noch einige Male dorthin verschlagen, um all das auf mich wirken zu lassen und meine eigenen ästhetischen Wahrnehmungsexperimente anzustellen.

Adresse in Second Life: http://slurl.com/secondlife/Ataria/60/160/23

Hier ein paar Impressionen:

Samina Mortensen erstellt kinetische Bilder mit faszinierender Dynamik:
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Nummero5 erschafft mit ihrer ästhetischen Landschaft einen ganz neuen Wahrnehmungskontext:
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Pol Jarvinen erzeugt aus Licht und Objekten veränderliche Wahrnehmungstunnel, die beim Eintauchen sehr inspirierende Erlebnisse ermöglichen:
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Galerie für Philosophie (wieder)eröffnet

Sie ist wieder da: seit einer Woche hat die Galerie für Philosophie “Voltaire”, vormals “Gallery of Philosophy”, wieder offiziell geöffnet. Zwei Veranstaltungen wurden schon durchgeführt, die beide sehr schön gelaufen sind.

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Zuerst war da die Eröffnung, bei der ich auf einem kleinen Rundgang die Räumlichkeiten und die Installationen vorgestellt habe. Danach gab es ein wunderbares musikalisches Programm mit Fingersatz Barbosa (klassische Gitarre) und Wolem Wobbit (Blues). Für mich war das ein sehr schönes und total entspanntes Ereignis, und ich möchte mich noch einmal bei den beiden Musikern bedanken.
Anschließend haben wir einfach ein paar Holzkisten im Museum aufgestellt, Wolem gab noch ein kleines, aber absolut feines Blues-Medley über Voice zum Besten, und wir haben dann einfach bis weit nach Mitternacht geplaudert – über Philosophie, West und Ost, Lebenskunst und dummes Zeug.

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Gestern gab es eine ausführlichere Führung in kleiner Runde mit total nettem Publikum. (Ja, die Frage, ob das Wort “nett” scheiße ist, haben wir nach ausführlicher Erwägung negativ beschieden. Nett ist einfach netter.)

Und immer wieder mal trudeln ein paar Leute zur gleichen Zeit ein, wie neulich nach dem Konzert im “Entschleunigt”, als wir unterm Sternenhimmel unsern Spaß bei den Gesprächen über die Abgründe in SL hatten.

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So kann es gerne weitergehen. Ich bin glücklich mit dem Start – denn ich war mir durchaus nicht sicher, ob die Galerie, wo sie sich nun dem deutschsprachigen Publikum zuwendet, nicht eine Totgeburt ist. Ist sie nicht, puh! – Sie ist sehr lebendig. Und Ihr seid großartig!